Bombardier muss Stellenabbau stoppen.

Der Fahrzeugbau von Bombardier ist in der Oberlausitz einer der bedeutendsten industriellen Arbeitgeber. Jahrzehntelange Erfahrungen mit dem Schienenfahrzeugbau an den Standorten Bautzen und Görlitz haben eine besondere regionale Bündelung von Kompetenz und Tradition entstehen lassen. Mit großer Betroffenheit haben Franziska Schubert , MdL und Stephan Kühn, MdB (beide Bündnis 90/Die Grünen), auf die Ankündigung des Stellenabbaus  in den ostsächsischen Bombardierwerken in Bautzen und Görlitz reagiert.

Franziska Schubert:

„Wieder einmal werden unter dem Stichworten Optimierung und Kompetenzbündelung Arbeitsplätze gestrichen und Lebenschancen zerstört. Gewinnmaximierung wäre wohl die ehrlichere Ankündigung für das Zusammengehen der beiden Standorte Bautzen und Görlitz im Januar gewesen. Wir werden die Landesregierung fragen, welche Schritte sie unternommen hat, um diese Entwicklung zu verhindern und welchen Rahmen sie zukünftig für einen sicheren Standort Schienenfahrzeugbau Oberlausitz leisten will.“

Stephan Kühn:

„Bombardier ist wichtig für die Oberlausitz. Der Maschinenbau ist eine der Zukunftsbranchen in der vom Strukturwandel durch den Braunkohleausstieg betroffenen Region. Deshalb dürfen wir es nicht einfach hinnehmen, dass der Großteil des angekündigten Stellenabbaus zu Lasten der Oberlausitzer Standorte geht.“

„Sachsen hat mit der Schienenfahrzeugindustrie in Bautzen und Görlitz genau die Standorte, die vom Boom zukunftsfähiger Nahverkehrssysteme profitieren können. Gerade vor dem Hintergrund der jüngsten Beschlüsse zur Klimapolitik ist klar, dass weltweit immer mehr Städte und Ballungsräume auf moderne Straßenbahn- und Stadtbahnsysteme setzen werden. An diesem verkehrspolitischen Trend muss die Bahnindustrie in der Oberlausitz teilhaben.“