Gras wachsen lassen!

Miscanthus zu Strom - eine Möglichkeit für die Energieregion Lausitz und ein Beitrag zum Gelingen der Energiewende

 

Das Gras Miscanthus stammt aus Ostasien, wird bis zu vier Meter hoch und ist die effizienteste Energiepflanze, die wir kennen. Es gedeiht überall, wächst auch auf weniger fruchtbaren Böden. Es handelt sich um eine Dauerkultur, die, einmal gepflanzt, mindestens 20 Jahre lang bewirtschaftet werden kann. Ihre Energieeffizienz – also die Energie, die man erhält, wenn man die Energie abzieht, die man für pflügen, düngen, pflegen und ernten abzieht, ist um ein Vielfaches besser als bei Raps und Mais. Miscanthus erntet man trocken, nachdem man es über den Winter stehen gelassen hat. Mit einem Maishäcksler wird es im Frühjahr direkt lagerfähig geerntet. Das Verfahren zur Energieerzeugung beruht auf thermischer Vergasung, das heißt, das gehäckselte Gras wird bei einer Temperatur von 750 Grad Celsius unter Zufuhr von Sauerstoff und Wasserdampf schlagartig vergast. Es entsteht eine Kohlenmonoxid-Wasserstoff-Mischung, die einen Gasmotor betreibt, der Strom erzeugt. Im Konzert mit Wind- und Sonnenenergie erzeugt eine 5 MW- Einzelanlage bei angenommenen 4.000 Betriebsstunden pro Jahr 20.000 MWh Strom für eine stabile Versorgung von ca. 10.000 Haushalten. Strombereitstellung und Wertschöpfung erfolgen dabei dezentral: Dort, wo Landwirte das Gras anbauen und Bürger Anlagen betreiben, dort profitieren sie auch davon.

 

Veranstalter: Weiterdenken e.V., Heinrich-Böll-Stiftung in Sachsen

Bilder: Diana Schieback


Weiterführende Links:

http://www.miscanthus.de/

 

https://miscanthus-buscheritz.de/

 

http://www.miscanthus-society.com/

 

http://www.miscanthus-sachsen.de/

 

https://www.landwirtschaft.sachsen.de/landwirtschaft/23730.htm

 

https://optimisc.uni-hohenheim.de/en

 

http://www.grace-fp7.eu/

 

http://www.herbasch.de/

 

https://www.biooekonomie-bw.de/de/fachbeitrag/aktuell/wie-die-energiewende-funktionieren-kann/


Foto: Dr. Müller-Sämann vor einem Miscanthus-Feld © privat
Foto: Dr. Müller-Sämann vor einem Miscanthus-Feld © privat
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Programm Informationsveranstaltung zu Miscanthus - 24.10.2018 Görlitz
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Programm Informationsveranstaltung zu Miscanthus - 25.10.2018 Zittau
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Miscanthus - Anbau auf landwirtschaftlichen Flächen
Herausgeber: Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

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