Ein Wochenende in Ostritz – eine Presseschau

Foto: Jens Bitzka
Foto: Jens Bitzka

Das Ostritzer Friedensfestes hat mein Herz erfüllt. Viele unterschiedliche Menschen haben sich eingebracht und dafür gesorgt, dass von Ostritz eine Botschaft ausging: stehen wir zusammen in dunklen Zeiten, dann schaffen wir gemeinsam ein Licht des Friedens anzuzünden, das wir in unseren Herzen weitertragen über die Region hinaus.

Der Umzug von #rechtsrocktnicht war geprägt von Fröhlichkeit. Es waren viele Menschen dabei. Es wurde getanzt, gespielt und gesungen in den engen Gassen der kleinen Stadt Ostritz. Die Demo wurde freundlich begleitet von Polizist*innen, denen die Musik von #schildhundschwert, dem "Tanz der lieben Jungen", doch vielfach ein Lächeln entlockte.
Danke an alle, die am Wochenende in Ostritz waren und Gesicht gegen Nazis gezeigt haben.

 

Die Medien haben ausführlich berichtet. Hier eine kleine Zusammenstellung.

 

Sächsische Zeitung
Gegen die Leere und Kälte

(...) Und dann sagt die Bürgermeisterin diese Sätze, die ihr den leidenschaftlichsten Applaus des Abends einbringen: „Wer gegen Rechts ist, ist nicht automatisch links. Er ist nur klar im Kopf.“ Das ist der Moment, an dem sich im Festzelt auf dem Ostritzer Marktplatz der letzte Knoten löst und 500 Menschen befreit klatschen. (...)

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Sächsische Zeitung
3000 Menschen feiern die Demokratie

(...) Mit leidenschaftlichen Appellen für eine tolerante demokratische Streitkultur hatte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) das zweite Ostritzer Friedensfest in diesem Jahr am Freitagabend eröffnet. Er verwies auf die Ausschreitungen in Chemnitz Ende August, bei denen Ausländer gejagt und ein jüdisches Restaurant attackiert wurden. „Chemnitz hat gezeigt, dass aus Gedanken Worte und aus Worten Taten werden können“, sagte Kretschmer unter großem Applaus im voll besetzten Festzelt auf dem Ostritzer Marktplatz. (...)

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Mitteldeutscher Rundfunk
Bürgermeisterin von Ostritz besorgt über Rechtsruck in der Gesellschaft

(...) ihr mache ganz große Sorge, "dass sich in Deutschland neue rechtsextreme Netzwerke und Strukturen ausweiten und etablieren, die sich teilweise auf einen offenen Straßenkampf vorbereiten, und das unter dem Deckmantel des Versammlungsrechts. (...)

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Berliner Zeitung
Ostritz trotzt Neonazis 2300 Einwohner feiern Friedensfest – bundesweit viel Lob

(...) In diesen Tagen stehe nicht nur in Ostritz viel auf dem Spiel, sagt Michael Schlitt, Chef des Internationalen Begegnungszentrums St. Marienthal, dem Ausrichter des Friedensfestes. Er freut sich, dass Sachsens CDU-Regierungschef Michael Kretschmer als Schirmherr des Festes erneut in Ostritz ist, um „klare Kante gegen jede Form von Rechtsextremismus zu zeigen“: „Herr Kretschmer, Sie sind der erste Ministerpräsident im Freistaat Sachsen, der zu dieser großen Bedrohung durch den Rechtsextremismus in so klarer und eindeutiger Weise Stellung bezogen hat.“ (...)

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MDR Sachsenspiegel
Ostritz: Volksweisen gegen rechtes Gedankengut

Mit aller Kraft formiert die kleine Stadt Ostritz Protest gegen rechte Veranstaltungen wie "Schild und Schwert". Ihr gelingt es, dabei ein Zeichen gegen Extremismus in Sachsen zu setzen.
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ZDF heute
Ostritz trotzt Neonazis - Viel Zulauf bei Friedensfest

Die Kleinstadt Ostritz an der deutsch-polnischen Grenze in Sachsen will Neonazis weiter Paroli bieten. Auch zur dritten Großveranstaltung von Rechtsextremen in diesem Jahr zeigten die Bürger der Stadt am Wochenende ein deutliches Signal gegen Rechts. Zu den Veranstaltungen kamen etwa 3.000 Menschen.
3 Videos hier

 

Wochenkurier
Mehr als 3000 Besucher beim Ostritzer Friedensfest

(...) Dr. Michael Schlitt erinnerte in seiner Rede bei der Eröffnung des Festes auch nochmals daran, warum es so wichtig ist, dass sich die Menschen in und um Ostritz entschieden gegen das „Schild und Schwert“-Festival stellen:
„[…] Nun könnte man sagen, das sind zwar ein paar Hunderte, die sich dort im Hotel Neißeblick treffen, aber für unsere Gesellschaft als Ganze sind sie doch nicht wirklich gefährlich. Da kann ich nur eins erwidern: wir erleben derzeit, dass diese Parolen wie ‚Grenzen dicht‘, ‚Ausländer raus‘, ‚Deutschland zuerst‘ bis in größere Teile der Gesellschaft getragen werden. So wird von immer mehr Menschen unser demokratisches System als Ganzes in Frage gestellt. Sie wollen unser Parteiensystem abschaffen und auch unsere Pressefreiheit.
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DOMRADIO
Ostritz wehrt sich gegen Neonazi-Fest - Ein Interview mit Markus Kremser (Sprecher des Friedensfestes)

 

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